Die "Plombe" - Zahnarztpraxis

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Die "Plombe"

Behandlung

Fast jeder kennt sie, fast jeder hat sie:
Die Amalgamfüllung umgangssprachlich auch als Plombe bezeichnet.

 
 

„Plombe" kommt von „plumbum" – lateinisch für Blei. Aber die Zahnplombe aus Amalgam enthält kein Blei, dafür Quecksilber – bis zu 50 Masseprozent sowie Silber, Zinn, Kupfer und in geringeren Mengen Indium und Zink. Das ist auch der Grund, warum dieses Füllungsmaterial so kontrovers diskutiert wird.

 
 

Jeder weiß, dass Quecksilber ein giftiges Schwermetall ist. Die RoSH -Richtlinie (EU-Richtlinie 2011/65/EU) verbietet u. a. den Einsatz von Quecksilber in elektronischen Bauteilen auf Grund der enormen Entsorgungsaufwendungen und Gesundheitsrisiken. Zahnärzte müssen in ihren Behandlungseinheiten spezielle Auffangsysteme für Amalgamreste installieren um zu verhindern, dass das Schwermetall in das Abwasser gelangt. Die Entsorgung dieser Abfälle ist nur über zugelassene Betriebe möglich.

 
 

Im Rahmen der kassenzahnärztlichen Versorgung ist die Amalgamfüllung im Seitenzahnbereich in Deutschland immer noch Standard. Amalgam stellt keine hohen Ansprüche an seine Verarbeitung beim Füllung legen, kann lange halten und ist sehr preisgünstig.
Es gibt sehr viele Studien, zum Teil sogar schon Ende des 19. Jahrhunderts, die nachweisen, dass sich der Quecksilbergehalt im Körper erhöht, wenn Amalgamfüllungen vorhanden sind. Es gibt aber mindestens genauso viele Studien, die keinerlei Schädigungen festgestellt haben.
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt trotzdem, bei Schwangeren und Nierengeschädigte auf Amalgam zu verzichten – hier existierenden auch Ausnahmeregelungen mit den gesetzlichen Krankenkassen.

 
 

In unserer Praxis wird kein Amalgam verwendet. Auch „Kassenpatienten" erhalten eine für sie kostenfreie, zahnfarbene Alternative. Selbstverständlich bieten wir unseren Patienten auch hochwertige zahnfarbene Kunststofffüllungen an. Diese modernen Materialen erfordern zum einen eine anspruchsvollere Verarbeitung und sind deutlich teurer als Amalgam. Daher muss der Patient eine geringe Zuzahlung leisten.

 
 

Es ist aber nicht sinnvoll, intakte Amalgamfüllungen zu entfernen, denn die größte akute Belastung mit Quecksilber und den anderen Schwermetallen tritt beim Legen und vor allem beim Entfernen von Amalgamfüllungen auf.
Sinnvoll ist, eine defekte Füllung nicht wieder mit Amalgam zu ersetzen.
Gerne erklären wir Ihnen, welche Möglichkeiten der Zahnfüllung es in Ihrem individuellen Fall gibt, Vor- und Nachteile und natürlich eventuelle Kosten.
                                                                                                                                          Sprechen Sie mit uns!

 
 
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